

Ein Drittel aller 17jährigen Jugendlichen in Deutschland treibt keinen Sport.Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin auf der Grundlage von Daten des zusammen mit Infratest Sozialforschung erhobenen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).
Anzeige Bei den Jungen ist das Fußballspielen die mit Abstand beliebteste Sportart; 20 % spielen Fußball in einem Verein. Bei den Mädchen ist das Bild differenzierter – bei ihnen gibt es keine so starke Konzentration auf eine bestimmte Sportart. Hier steht als Wettkampfsportart Volleyball mit etwa 6 % der 17-jährigen an der Spitze. Nur etwa 3% spielen Fußball im Verein; der Anteil von Handball, Reiten und Tanzen ist ähnlich groß.
Während die Wahrscheinlichkeit, grundsätzlich Sport zu treiben, mit steigendem Einkommen der Eltern zunimmt, ist Vereinsfußball nach wie vor eher ein Sport für Kinder aus weniger einkommensstarken Elternhäusern in kleinen Gemeinden. Bei beiden Geschlechtern – übrigens auch im Erwachsenenalter – besteht ein deutliches West-Ost-Gefälle. Die große Wettkampftradition der DDR hat offenbar keinen nachhaltigen Einfluss. 17jährige Mädchen in Ostdeutschland treiben zu fast 20 % weniger Sport als in Westdeutschland; bei Jungen ist die Quote etwa 10 % geringer.
Quelle: fMi, 5/2006 [ KH ] |