

Fitness-Profis für dumm verkauft?Wenn man glaubt, die Interessen von Herstellern (Fitnessindustrie) und Käufern (Studiobetreiber) sowie von Auftraggebern (Studiobetreiber) und Auftragnehmern (Trainer) in einem Verband wirksam vertreten zu können, dann muss man weit weg von der Realität und ein Träumer sein!
Anzeige Fitness-Industrie, Fitness-Studio-Betreiber und Fitness-Trainer verbindet das Wort Fitness und die Arbeit in einer und für eine gemeinsame Branche.
Sobald diese drei Gruppen aber aufeinander treffen, hat jede einzelne Gruppe noch vor der guten Arbeit für die Branche, ihre eigenen wirtschaftlichen Vorstellungen und Interessen.
So möchte die Fitness-Industrie natürlich ihre Produkte mit möglichst gutem Gewinn an die Studiobetreiber verkaufen. Der Studiobetreiber möchte möglichst wenig bezahlen, bzw. möglichst hohe Rabatte bekommen. Der Fitnesstrainer möchte ebenfalls möglichst hoch vom Studiobetreiber bezahlt werden. Der Studiobetreiber verweist auf die angespannte wirtschaftliche Lage und versucht, auch im Personalwesen zu sparen.
Mit seinem Ansatz, jetzt auch die Interessen der Trainer, neben den Interessen der Fitness-Industrie und der Studiobetreiber vertreten zu wollen, strebt der VDF einen irrationalen Spagat an!
Die Interessen der Fitness-Industrie, der Studiobetreiber und der Trainer lassen sich – bei klarem Blick – nicht gleichzeitig von einem Verband so vertreten, dass eine echte Interessenvertretung daraus entstehen kann.
So blauäugig können auch die vielleicht weniger Intelligenten im VDF nicht sein.
Bevor man also mit dem Deckmantel einer Interessensvertretung versucht, einen bunten Warenkorb gemischter und bereits vorhandener Angebote den Trainern „anzudrehen“, sollte man sich überlegen, ob man die Trainer und Instruktoren der deutschen Fitnessbranche „für so dumm verkaufen will“.
Der VDF hatte, entsprechend seiner ersten Satzung, die Aufgabe, die Interessen der deutschen Fitness-Industrie zu vertreten. Schon die, wohl aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte Aufnahme und Pseudo- Interessensvertretung der Studiobetreiber im VDF hat sehr stark an der Glaubwürdigkeit des VDF gekratzt.
Die jetzt avisierte Interessenvertretung der Fitnesstrainer und Instruktoren durch den VDF wird das Krämer-Image des „überall und nirgends“ Verbandes noch mehr belasten.
Deutschland hat drei starke und große Verbände, die jeweils konzentriert die Interessen und Belange der Fitness-Industrie, der Studiobetreiber und der Trainer wahrnehmen.
Und das ist gut so!
Einkäufer und Verkäufer gehören nicht an einen Tisch!
Quelle: fMi, 6/2006 [ MR ] |