

Mit Gesundheit Geld verdienen.Gesundheit als Kerngeschäft muss nicht gleich heißen, dass in einer Fitness-Anlage steriles Krankenhausflair vorherrscht. Das Vita Fitness in Marburg hat seinen ganz eigenen Weg gefunden – Gesundheitstraining modern und attraktiv zu machen.
Anzeige Heinrich Gilbert ist jetzt 70 Jahre alt und trainiert seit 5 Jahren im Vita Fitness in Marburg. Ersten Kontakt zum Studio bekam er über das integrierte Rehazentrum, in dem er im Jahr 2000 wegen Gelenkbeschwerden in der Schulter behandelt wurde.
Angestachelt durch den Behandlungserfolg und in der Sorge, das Leiden könne wieder auftreten – entschied er sich kurz darauf für eine Mitgliedschaft in der Anlage. Seit dem trainiert er drei mal die Woche, vorrangig an den Kraftgeräten unter Anleitung und Dokumentation durch das Trainingspersonal. Mit Recht – denn seitdem hat sich sein Schulterleiden enorm verbessert, er fühlt sich fitter und gesünder als je zuvor.
Heinrich Gilbert ist einer von 2.500 Marburgern, die sich für eine Mitgliedschaft im Vita Fitness entschieden haben. Hinzu kommen rund 1.500 Kunden jährlich, die eines der Präventionsangebote im Gesundheitszentrum Marburg nutzen. Bei rund 80.000 Einwohnern ist das eine enorme Zahl, die das Vita Fitness in seinem siebenjährigen Bestehen für sich gewinnen konnte.
Angefangen hat alles mit einem ambulanten Rehazentrum im Jahre 1993. Doch schnell wurde dem Betreiber Uwe Happel klar, dass
Menschen von einem gesunden Leben mehr erwarten als eine Rehabehandlung. „Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen“, so das Leitbild des 48-jährigen Physiotherapeuten, der über die Integration von Vita Fitness in das Rehazentrum als Komplettanbieter in Sachen Gesundheit in der Universitätsstadt in Mittelhessen fungiert und somit den Nerv der Zeit zu treffen scheint.
Der typische Kunde im Vita Fitness ist 43 Jahre alt und weiblich, die Männer sind mit 43 % ein wenig in der Unterzahl. Der erste Kontakt zum Studio kommt häufig über die Präventionsangebote zu Stande. Hier ist die Anlage sehr breit aufgestellt und arbeitet mit allen bedeutenden Krankenkassen in der Regionen zusammen, die die Programme bei ihren Mitgliedern bewerben und bezuschussen. Des weiteren hat sich die Anlage ein Netzwerk aus niedergelassenen Ärzten aufgebaut. Darunter finden sich Orthopäden, Sportmediziner, Internisten und sogar Kinderärzte. So scheint die Zahl von 1.500 Präventionskunden im Jahr kaum zu verwundern, über die das Studio nach eigenen Angaben einen hohen sechsstelligen Umsatz im Jahr generiert.
Die Kurse dauern in der Regel drei Monate und sind gegliedert in theoretische und praktische Einheiten – doch spielt auch das Thema Langzeitprävention im Vita Fitness eine immer wichtigere Rolle. Hier befinden sich die Teilnehmer bis zu einem Jahr in Präventionsmaßnahmen, die eine Therapie sinnvoll ergänzen. Abgerechnet wird allerdings über den Rehabereich – da die Richtlinien für Prävention eine Laufzeit in dieser Größenordnung nicht vorsehen. Anders ist es da schon im Bereich Firmenfitness.
Rückentraining gegen Haltungsschäden ist bei Kooperationsfirmen sehr beliebt, und so trainieren die Arbeitnehmer bis zu einem Jahr im Vita Fitness.
Immer stärker an Bedeutung gewinnt das zweite Standbein im Präventionsbereich – die Ernährungsberatung. Vor allem Kinder und Jugendliche finden dank eines gut funktionierenden Ärztenetzwerks häufiger in die Anlage.Auch das Phänomen „Dicke Kinder“ kommt dem Studio hierbei zu Gute.
Anders ist da schon im Bereich Entspannung. Hier bietet Vita Fitness keine Kurse an – wobei das fachliche Know-How durch eine anerkannte Fachkraft im Studio vorhanden wäre. „Wir haben zeitweise Entspannung als Prävention angeboten – doch verlief die Teilnehmer-Nachfrage nur sehr schleppend, so dass wir davon wieder Abstand genommen haben“, so Heinz Gebauer, zuständig für die Präventionsarbeit bei Vita Fitness.
Doch das tut dem Erfolg der Anlage im Präventionsbereich keinen Abbruch, sondern ist eher als strategische Entscheidung und Konzentration auf die beiden Kernkompetenzen Bewegung und Ernährung zu werten. „Knapp 35 % unserer Präventionsteilnehmer entscheiden sich nach dem Kurs für eine langfristige Mitgliedschaft im Vita Fitness – die Übrigen kommen im nächsten Jahr aber wieder.“
![]() “Für den Erfolg von Prävention ist ein Netzwerk aus niedergelassenen Ärzten und regionalen Krankenkassen unerlässlich. Selbst wenn die ersten Schritte oft schwer sind, lohnt sich ein kontinuierliches Nachfassen und trägt mit der Zeit Früchte” Auch wenn der Schwerpunkt des Vita Fitness Marburg ganz klar auf dem Thema Gesundheit liegt – hat die Anlage weit aus mehr zu bieten als Prävention und Rehabilitation. Auch anspruchsvolle Fitness-Sportler und Wellnessgäste finden den Weg in die Anlage und nutzen die vielfältigen Angebote. Auf den Kontakt zwischen Trainer und Trainierendem wird großer Wert gelegt. Erscheinen Mitglieder nicht regelmäßig zum Training, wird telefonisch oder per Mail nachgefasst. „Meistens wird dieses Vorgehen von unseren Mitgliedern sehr positiv aufgenommen“, sagt Heinz Gebauer. „Genervt sind nur wenige – die meisten honorieren unsere Aktion und lassen sich darüber neu motivieren – so dass die Quote unserer passiven Mitglieder nur sehr gering ist.“
Gleiches gilt für die Fluktuation in der Anlage. „Klar gibt es Wechsler – denen wir einfach ein wenig zu teuer geworden sind – doch viele kehren auch wieder zurück.“
Mit 78 bis 100 EUR brutto pro Monat für 24 bzw. 3 Monatsverträge liegt das Vita Fitness am oberen Ende der Preisskala. Es gibt ausschließlich All-Inclusive- Mitgliedschaften, die die Getränke und die Nutzung des kompletten Wellnessbereiches beinhalten. Ergänzt wird dies durch das hauseigene Sonnenstudio Vita Sun, wo die Kunden nach Hauttypenanalyse sonnen und dafür auch extra zahlen.
Die Preise werden ausschließlich als Nettopreise plus Mehrwertsteuer ausgewiesen.
![]() „Über Prävention bekommen wir den ersten Kontakt zu den Kunden. Im Bereich Bewegung und Ernährung sind wir hier sehr breit aufgestellt und verstehen es als unser Kerngeschäft. Fast 35 % der Mitglieder entscheiden sich nach einer Kursteilnahme für eine langfristige Studiomitgliedschaft. Unser Ziel ist es, die Kunden an regelmäßige Bewegung heranzuführen – auch wenn dies nicht im Rahmen einer Studiomitgliedschaft geschieht. Haben wir das geschafft, haben wir unser Ziel erreicht” – so Heinz Gebauer, Gesellschafter der hauseigenen Vita Consult und Referent für die Prävention. Der Wellnessbereich erstreckt sich über drei Etagen. Neben einem Pool gibt es Finnische, Bio- und Trockensauna,weiterhin ein Sanarium, Kaldarium und Dampfbad. Die Wasserwelt wartet mit Erlebnisduschen, Whirlpool, Kneipp-Rondellen und Fußbädern auf, Ruhe und Entspannung findet der Gast in verschiedenen Relaxräumen und der mit exotisch wirkenden Pflanzen ausgeschmückten Sonnenterrasse.
„Tagesgäste im Wellnessbereich stellen zur Zeit noch ein nettes Nebengeschäft dar – doch könnten wir dieses über Werbung sicherlich noch ausbauen.“ Als Wettbewerbsvorteil könnte hierbei die Konkurrenzsituation wirken. Öffentliche Bäder mit grossen Saunabereichen gibt es nicht. „Eine strategische Möglichkeit auf diesem Sektor haben wir sicherlich, doch gilt es, das Für und Wider eines Ausbaus genau abzuwägen“, so der Betreiber.
Großes Thema im Vita Fitness ist die Hygiene. Das Studio beschäftigt drei interne Reinigungskräfte und zusätzlich ein externes Reinigungsunternehmen – unterstützt wird der Bereich durch einen Controller. „Unsere Gäste sollen bei uns entspannen, fit und gesund werden – da ist eine saubere Atmosphäre unabdingbar.“
Heinrich Gilbert weiß das sehr zu schätzen. „Auch wenn ich den Wellnessbereich gar nicht nutze, zahle ich hier gern ein wenig mehr. Denn ich weiß, dass es überall sauber ist, ich werde rund um die Uhr hervorragend betreut und fühle mich einfach wohl im Vita Fitness.“
Infos: www.vitafitness.de Quelle: Konstantin Erb fMi, 5/2006 |