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Schweizer Kette wächst
Silhouette expandiert in die EU.

Der erste Silhouette-Fitness-Club wurde vor 22 Jahren eröffnet, heute verwaltet die Kette 20 Clubs, davon 19 in der Schweiz und einen Club in der belgischen Hauptstadt Brüssel.
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Die Aktiengesellschaft hat sich auf die Großräume Genf / Genfer See und Zürich spezialisiert. 15 Anlagen befinden sich im Süden der Schweiz, 4 Anlagen sind in der Eröffnung in Zürich. Bis Dezember 2007 sollen es dort insgesamt 6 Clubs werden. Alle Clubs werden Qualitopzertifiziert sein, sodass die Schweizer Krankenkassen einen Beitrag zum Jahresabo gewähren.
fitness MANAGEMENT International sprach in Zürich mit Raoul Walther, dem Vorstandsvorsitzenden der Silhouette Holding SA und Sandra Neukom, Gebietsmanagerin für die deutschsprachige Schweiz. Raoul Walther kommt selbst vom Fitness, ist dem Training sehr zugetan und entschloss sich irgendwann dazu, generell in diese Branche einzusteigen. Die Silhouette-Kette startete in der französischen Schweiz und wuchs dann Stück für Stück weiter; Sandra Neukom ist ebenfalls schon sehr lange in der Branche. Die gelernte Psychatrie-Schwester hat unter anderen Ausbildungen im Gruppentraining absolviert, war Club-Managerin unter anderem 6 Jahre bei Holmes Place und findet seit Juli 2006 eine neue Aufgabe und Herausforderung im Aufbau der Silhouette-Kette.
Die Angebote der 1.500 bis 2.000 qm großen Clubs umfassen alles, wie es sich für eine moderne Fitness- und Gesundheitsanlage gehört. Das Motto lautet: „Gut und günstig, aber nicht billig!“. Zwischen 590 und 790 SFR kostet die Jahresmitgliedschaft (Währungsvergleich 1,- EUR = 1,55 SFR). Die Silhouette-Clubs haben an 360 Tagen im Jahr geöffnet, nur an öffentlichen Feiertagen ist geschlossen.Ansonsten geht der Betrieb von morgens 9.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr. Preispolitik und Marketing dienen dazu, alle Schichten der Bevölkerung anzusprechen. Die Preise sind konstant und für alle Betriebe gleich. Break-Even der Anlagen ein Mitglied pro Quadtratmeter.

Die Expansionspolitik geht sehr konsolidiert vor. Es geht nicht primär um Marktverdrängung, sondern um Marktabdeckung. Deshalb wächst Silhouette dort, wo sich noch nicht so viele Mitbewerber tummeln. Die Vorgehensweise der Ketten in Deutschland hält Raoul Walther für schwierig. Wie er auch insgesamt den deutschen Markt als nicht einfach bezeichnet.
Die persönliche Einschätzung: „Für Zürich brauchen wir etwa ein Jahr. Erst muss es hier gut laufen, dann expandieren wir weiter. Ansonsten wird es gefährlich.“ Nach den Großbereichen Genf und Zürich sind andere Hauptstädte geplant. Zu aller erst Brüssel, dann Paris und London. In Paris sind etwa 15 Fitnessanlagen in der Zukunft geplant; etwa 7 bis 8 in Brüssel. Die Niederlande stehen nicht auf dem Programm, auch der Osten Europas nicht. Insgesamt plant Raoul Walther eher nach Norden, denn nach Süden zu gehen. Der Norden ist einfach besser kalkulierbar. Rund ums Mittelmeer ist das Geschäft für Fitness und Gesundheit schwierig. Strategische Plätze mit nicht abgedecktem Potenzial sind angesagt. Einfach ist es aber deshalb trotzdem nicht. So hat man in Madrid leicht Probleme; ebenfalls in Paris, wo es relativ schwierig ist, vernünftige Räumlichkeiten zu mieten. „Die Vermieter haben hier erhebliche Vorbehalte gegenüber der Branche.“ Qualitatives Wachstum kostet überall Geld. Pro Anlage werden in der Regel bei 1.500 qm Fläche 25 bis 30 Cardiogeräte und 100 Kraftgeräte eingesetzt, sowie zwei Sonnenbänke. Die Nassbereiche werden leider relativ teuer, da man in der Schweiz grundsätzlich Sauna und Dampfbad nach Geschlechtern getrennt anbieten muss. Das Konzept der Silhouette: Fitness und Kommunikation für alle Schichten der Bevölkerung zu günstigen Preisen auf überschaubaren Flächen ist als solches festgezurrt. Nichts desto trotz werden immer regionale Unterschiede berücksichtigt, um flexibler zu sein und dem jeweiligen Markt gerecht zu werden.
Anfang des Jahres 2007 werden die vier Fitnessclubs in Zürich in Betrieb genommen. Hierfür ist etwa eine Investition von 10 Mio. SFR getätigt worden. Das Konzept sieht vor, in jeder Anlage einen Leiter zu installieren, der wiederum mit einer Mischung aus Festangestellten und Freiberuflern (speziell im Kursbereich) die Anlage betreibt. Personalkosten sind in der Schweiz ziemlich hoch. So liegt das Bruttoentgelt eines Festangestellten etwas bei 4.500 SFR pro Monat. Hierzu kommt ein 15%iger Arbeitgeberanteil an die Sozialversicherung. Berücksichtigen muss man hierbei, dass ein Großteil des Verdienstes der Mitarbeiter für die erheblich höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz ausgegeben werden muss.
Inklusive des Vorverkaufsangebotes von 590 SFR wird der Durchschnittsumsatz pro Mitglied im Beitrag 2007 bei etwa 650 SFR liegen. Zu diesem Preis bekommt der Kunde eine komplette Ausrichtung in Kernkompetenz Fitness, ergänzt um Ernährungsberatung durch externe Profis, die ihre Leistung separat anbieten.
Raoul Walther und die Silhouette Studio AG gehen sehr konzentriert und zielgerichtet in die Märkte hinein und zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass die Märkte besetzt werden, in denen ein großes Potenzial noch nicht durch andere Anbieter ausgeschöpft worden ist. Auch das ist Potenzial!
Weitere Informationen unter www.silhouette.ch / Quelle: fMi, 1/2007
[ PPG ]
     [23.02.2007]
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