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Interview "Konsequent Software"
Wir befragten Gerold Kramer zum Unternehmen "Konsequent Software" und wie er sie momentanen Lage der Fitnessbranche sieht.

Gerold Kramer

Geburtsdatum: 24.09.1965

Kurzvita: Informatik-Studium, angestellt bei Software-Firma, nun selbständig
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Würden Sie Ihr Unternehmen unseren Lesern kurz vorstellen:
Konsequent Software ist ein 5-Mann-Betrieb, wir haben uns auf die Programmierung und den Vertrieb von Software für Sportstudios konzentriert. Unsere Schwerpunkte liegen im kaufmännischen Bereich wie im Kundenbetreuungssystem.
Trotz allgemeiner Stagnationen befinden sich einige Unternehmen der Branche im Aufwind. Gehört Ihr Unternehmen auch dazu? Falls ja, warum?
Das denke ich schon, da wir auf einen enormen Erfahrungsschatz in dem Bereich zurückgreifen können. Wir forcieren zudem den Betrieb seit den letzten 12 Monaten.
Welche Mittel / Instrumente geben Sie den Studiobetreibern mit auf den Weg, damit dieser größtmöglichen Erfolg erzielt?
Niemand kann bei uns Kunde werden, ohne dass er unsere Produkte ausgiebig getestet hat. Zudem geben wir den Clubbetreibern Schulungen und Instruktionen zur richtigen Anwendung. Für uns ist es entscheidend, dass niemand die „Katze im Sack“ kauft. Somit legen wir großen Wert auf Kundenzufriedenheit.
Es gab Zeiten, in denen Franchising und Globalisierung als „Allheilmittel“ bzw. der einzig richtige Weg in der Zukunft galt. Wie ist dies aus Ihrer Sicht heute?
Franchising war niemals ein Allheilmittel und wird es auch nie werden. Der Ansatz ist zwar durchaus richtig, siehe am Beispiel McDonalds, jedoch erfordert dies auch eine konsequente Umsetzung. Dies vermisse ich in der Fitnessbranche.
Welche Art von Fitnessclub bietet dem Einzel-Unternehmen aktuell die besten wirtschaftlichen Chancen und warum?
Der Trend geht weg von großen „Court“-Anlagen, hin Clubs mit effektiven Nutzflächen. Diesen Clubs gebührt eine rosigere Zukunft.
Welche Perspektiven sehen Sie für
Fitnessclubs: Wenn Clubbetreiber ihr Handwerk verstehen, werden sie auch erfolgreich sein. Mitarbeiterschulungen als wichtige Voraussetzung. Kleinere „Fische“ werden leider untergehen, das bringt der Lauf der Dinge mit sich.

Gerätehersteller: Ganz klar: Qualitätsmarken boomen, kleine Anbieter stagnieren.

Messen: Müssen dringend auf eine umfassende Messe pro Jahr reduziert werden. Soviele Messen braucht kein Mensch.

Studio-EDV: Der Trend wird hin zu High-Tech-Programmen gehen, da das Know-How auf dem Sektor auf Seiten der Anwender besser wird.

Unternehmensberatung: Sind selbst Kunde bei einer großen Beratungsagentur, besuchen regelmäßig Seminare. Entscheidend ist allerdings, dass das Theoretische auch in der Praxis angewandt wird.

Marketing und Werbung: Nimmt ab, gerade was die Werbeschaltung in großen Magazinen wie der Bodylife anbetrifft. Ist jedoch nach wie vor ein wichtiger Faktor, um Produkte der Zielgruppe zugänglich zu machen.
Was ist Ihr bevorzugtes Print-, Onlinemagazin?
Im Printbereich die Bodylife, online schaue ich mir gerne die Page „fitnessfakten.de“ an.
Wie sieht Ihre Zielplanung für 2003 aus?
Wir haben unser Team aufgestockt, um unser Hauptaugenmerk zukünftig mehr dem Vertrieb zu widmen.
Wie schätzen Sie Ihren eigenen Stellenwert innerhalb der gesamten Fitnessbranche ein?
Leider ist die Situation so, dass der Software immer zuletzt die Aufmerksamkeit gilt. Dennoch sehe ich uns in einer wichtigen Position, was den Betrieb eines Studios angeht.
Mit welchem Unternehmen bestehen bereits Kooperationen? Zu welchem Zweck? Wie sehen diese aus?
Kerstein, VDF, Wieland Consulting. Zweck besteht darin, die Mundpropaganda zu fördern und Multiplikatoren für unseren Bekanntheitsgrad zu haben.
Wie lange sind Sie bereits im Geschäft und was waren, und sind, Ihre Motive/Motivationen?
Bin selbst seit 12 Jahren dabei. Motive gab es keine richtigen, eher zufällige Entwicklung. Habe nach dem Studium einen Job gesucht und bin in diese Branche regelrecht „hineingerutscht“.
Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage in der BRD?
Zwar ist die Lage etwas unentspannt, sie wird jedoch schlechter gemacht als sie ist.
Volker Ebener, Paul Underberg, Johannes Marx, Sandra Orth, Refit Kamberovic etc. können durchaus als Urgesteine der Fitnessbranche bezeichnet werden. Welche Newcomer haben Ihrer Meinung nach das Potenzial, in die Fußstapfen dieser „Dinos“ zu treten?
Man muss den Verkäuferinstinkt mit sich bringen, egal was man tut. Natürlich ist auch immer eine große oder kleine Menge an Startkapital notwendig. SB
     [04.05.2003]
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