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Interview "Nautilus Health & Fitness Group"
Urs Mosimann: "Was zählt, ist die eigene Philosophie. Sie muss vorhanden sein, um wirtschaftliche Räume zu schaffen und zu nutzen."

Gesprächspartner: Urs Mosimann
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Firma: Nautilus Health & Fitness Group
Würden Sie Ihr Unternehmen unseren Lesern kurz vorstellen:
Dieses Jahr ist das Jahr des Wechsels. Nautilus ist die Dachmarke über Schwinn, Stainmaster und Quinton. Diese Marken wurden gekauft, weil sie sich gut ergänzen und zudem qualitativ hochwertig sind. Wir wollen dem treu bleiben, wofür wir stehen. Unsere Ziele sind es, Fitness-Spezialisten zu sein und Konzepte und Ausbildung anzubieten.
Trotz allgemeiner Stagnationen befinden sich einige Unternehmen der Branche im Aufwind. Gehört Ihr Unternehmen auch dazu? Falls ja, warum?
Wir sind ganz klar im Aufwind, weil wir durch die Marken Schwinn, Stainmaster und Quinton an Stärke und Kompetenz gewonnen haben. Unsere Kunden erkennen unsere Qualität und diese setzt sich bekanntlich auf dem Markt durch. Zudem gewinnen wir die Marktanteile der Mitbewerber unserer Branche dazu.
Welche Mittel / Instrumente geben Sie den Studiobetreibern mit auf den Weg, damit dieser größtmöglichen Erfolg erzielt?
Zum ersten geben wir ihnen unser Konzept „Return of Investment“ mit auf den Weg, wobei wichtig ist, dass die Investitionen dem Betreiber auch Gewinn bringen. Zudem bieten wir neben Gewichts- und Rückentraining das Expressway-Training für Menschen mit wenig Zeit an. Was jedoch neu ist, ist unser Programm zur Reduktion von Cellulite.
Es gab Zeiten, in denen Franchising und Globalisierung als „Allheilmittel“ bzw. der einzig richtige Weg in der Zukunft galt. Wie ist dies aus Ihrer Sicht heute?
Die amerikanischen Ketten mussten feststellen, dass Europa vielseitig für den Markt ist. Aber sowohl die Top-Studios, die den Kunden hervorragende Angebote und Service bieten, als auch „Nischenstudios“ werden immer ihre Chancen haben.
Welche Art von Fitnessclub bietet dem Einzel-Unternehmen aktuell die besten wirtschaftlichen Chancen und warum?
Wichtig ist die eigene Philosophie. Entweder die Philosophie der Ketten oder die individuelle Philosophie. Aber sie muss vorhanden sein, um wirtschaftliche Räume zu füllen und die besten Chancen zu nutzen.
Welche Perspektiven sehen Sie für die Fitnessclubs?
Nach wie vor sind die Perspektiven rosig. Die Grundvoraussetzung ist sehr gut, denn die Menschen leben immer länger und wollen fit und gesund bleiben bis ins hohe Alter.
Gerätehersteller?
Wenn es den Clubs gut geht, dann geht es auch der Industrie gut. Die großen Unternehmen versuchen, ihr Wachstum zu beschleunigen, indem sie ihre Produktpalette erweitern und verbesserte Dienstleistungen anbieten.
Messen?
Eine Messe reicht! Die Bodylife hätte eine Berechtigung, wenn neue Bereiche angeboten würden.
Studio-EDV?
Die EDV gehört einfach zu den Studios, muss jedoch immer benutzerfreundlich sein.
Unternehmensberatung:
Ist sehr wichtig, denn wir sind eine Industrie, wie jede andere auch. Die Führungskräfte und Mitarbeiter müssen geschult werden und qualifiziert sein, um den Kunden optimal zu betreuen.
Marketing und Werbung:
Viele Unternehmen treten viel größer auf, als sie sind. Ausgesuchte, zielgenaue Werbung wäre manchmal sicher effektiver.
Was ist Ihr bevorzugtes Print-, Onlinemagazin?
Mich interessiert die Vielseitigkeit, deshalb habe ich keine Favoriten.
Wie sieht Ihre Zielplanung für 2003 aus?
Wir wollen in Deutschland 30% und global gesehen 10% mehr Umsatz im Gegensatz zum Vorjahr erreichen.
Wie schätzen Sie Ihren eigenen Stellenwert innerhalb der gesamten Fitnessbranche ein?
Wir sind sicherlich eins der Top-Unternehmen und gehören zu den Top3 der Branche.
Mit welchem Unternehmen bestehen bereits Kooperationen? Zu welchem Zweck? Wie sehen diese aus?
In erster Linie bestehen Kooperationen mit Verbänden.
Wie lange sind Sie bereits im Geschäft und was waren, und sind, Ihre Motive/Motivationen?
Ich bin seit 10 Jahren im Geschäft. Meine Motivation ist es, das Entwicklungs- und Wachstumspotential der Branche zu nutzen. Ich habe mich vor allem für die Fitnessbranche entschieden, weil ich so Beruf und Hobby kombinieren kann.
Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage in der BRD?
Momentan ist die Lage sicherlich nicht gut. Aber ich bin Schweizer und neutral.
Volker Ebener, Paul Underberg, Johannes Marx, Sandra Orth, Refit Kamberovic etc. können durchaus als Urgesteine der Fitnessbranche bezeichnet werden. Welche Newcomer haben Ihrer Meinung nach das Potenzial, in die Fußstapfen dieser „Dinos“ zu treten?
Ich glaube, es wäre gut mehr gute Leute zu bekommen, als einen Dino. Da müsste ich meinen zuständigen Mitarbeiter für die Bundesrepublik Deutschland fragen. SB
     [04.05.2003]
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