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Interview "Greinwalder und Partner"
Wir sprachen mit Hubert Greinwalder über das Unternehmen Greinwalder und Partner und dessen Ziele für das Jahr.

Hubert Greinwalder

Geburtsdatum: 20.08.62

Kurz-Vita: seit 1990 in der Branche tätig, 92 zu INLINE in die Führungscrew eingestiegen zusammen mit Paul Underberg, Thomas Meier. Verantwortlich für den süddeutschen Raum und Österreich. Später gesamtverantwortlich für den Bereich Marketing. 97 Ausstieg bei INLINE, Gründung von Greinwalder & Partner - seither sehr positive Entwicklung des Unternehmens, internationale Expansion...

Außerberufliche Interessen: Die Berge, Mountainbiken und leidenschaftlicher Segler
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Würden Sie Ihr Unternehmen unseren Lesern kurz vorstellen:
Wir konzentrieren uns seit Gründung des Unternehmens auf das Thema Marketing und Werbung für Sport- und Freizeitanlagen. Hier sind wir die Spezialisten und können den Kunden ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis bieten! Ich denke, unser Leistungsspektrum ist mittlerweile bekannt...
Trotz allgemeiner Stagnation befinden sich einige Unternehmen der Branche im Aufwind. Gehört Ihr Unternehmen auch dazu? Falls ja, warum?
Marketing war und ist ein zentraler Erfolgsfaktor - und in wirtschaftlich schweren Zeiten entscheidet oftmals gutes Marketing über Gedeih und Verderb! Außerdem bieten wir ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis - das registrieren die Kunden sehr positiv.
Welche Mittel / Instrumente geben Sie dem Studiobetreiber mit auf den Weg, damit dieser größtmöglichen Erfolg erzielt?
Wir verfügen über einen prall gefüllten "Werkzeugkoffer" mit Hunderten von Tools. Hinzu kommen jahrelange Erfahrung im Umgang mit diesen Tools in den verschiedensten Situationen und Problemstellungen. Es kommt also nicht darauf an WELCHE Tools man den Leuten gibt, sondern wie man diese Tools kombiniert und geschickt einsetzt! Dabei unser wichtigster Rat: Konzentration auf die Kerndienstleistung! Und so wie beispielsweise ein Studiobetreiber weiß, dass sein Trainings-Konzept Erfolg verspricht, wissen wir das auch und können das Hundertfach beweisen...
Es gab Zeiten, in denen Franchising und Globalisierung als "Allheilmittel" bzw. der einzig richtige Weg in die Zukunft galt. Wie ist dies aus Ihrer Sicht heute?
Franchising war und ist EIN Weg von vielen. Er "funktioniert", wenn die marketing-strategischen Hintergründe vorhanden sind - sonst nicht. Einzelkämpfer haben aus unserer Sicht eine gleich große Erfolgschance - nur eben mit einer anderen Strategie, einem anderen Marktauftritt und einer anderen Positionierung. So wie ein Kettenrestaurant hervorragend neben einem Individualrestaurant existiert und beide Betriebe Gewinn realisieren. Greinwalder & Partner sieht sich eher als Vertreter der "Einzelkämpfer", die sich innerhalb einer Marketing-Gemeinschaft gravierende Kostenvorteile verschaffen.
Welche Art von Fitnessclub bietet dem Einzel-Unternehmen aktuell die besten wirtschaftlichen Chancen und warum?
Diese Frage kann nur im Einzelfall und in Zusammenhang mit dem lokalen Umfeld beantwortet werden. Nach Analyse des Marktes, der Mitbewerber und deren Positionierung. Darauf muss ein "Einzelkämpfer" seinen Betrieb abgestimmen - und sich auf seine Positionierung konzentrieren! Ohne klare Differenzierung zum Wettbewerb ist er langfristig tot - ob die Konkurrenz nun eine Kette ist oder ein professioneller Einzelbetrieb.
Welche Perspektiven sehen Sie für die Fitnessclubs:
Die Schere im Markt geht weiter auf - wie wir das bereits vor Jahren vorhergesagt haben: Gute Clubs werden professioneller, schlecht geführte Clubs werden früher oder später "sterben".

Gerätehersteller: Der Kaufpreis wird künftig entscheidender werden. Wenn dieser nicht durch zusätzliche Dienstleistungen aufgefangen wird...

Messen: Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass zusätzlich initiierte Messen keinen Erfolg haben und von der Branche nicht angenommen wird. Hausmessen können wesentlich spezieller auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt werden - und Interessenten wissen, was sie erwartet - ohne Messerummel!

Studio-EDV: Priorität haben Funktionalität, Bedienerfreundlichkeit und die Möglichkeit, schnell und unkompliziert betriebswirtschaftliche Auswertungen zu fahren.

Unternehmensberatung: Ein wenig scheue ich diesen Begriff "Unternehmensberatung" oder "Consulting" - wo die meisten UB´s doch nicht viel mit den "klassischen" Leistungen einer Unternehmensberatung gemein haben. Trotzdem sehe ich im Sinne der vorbeschriebenen "Schere" einen wachsenden Bedarf an Beratung!
Marketing & Werbung: Angebote, Ausstattung, Ausbildungen etc. gleichen sich immer mehr an, so dass die Fitness-Clubs immer vergleichbarer werden. Nur durch klare Positionierung, glasklare Kommunikation derselben und eine deutliche werbliche Sprache wird es möglich sein, künftig als Einzelkämpfer zu überleben. Leider reduziert sich das Verständnis vieler Betreiber vom Begriff "Marketing" auf Werbung in Form von Flugblättern. Künftig wird jedoch die langfristig angelegte Marketing-Strategie eine entscheidende Rolle spielen.
Was ist Ihr bevorzugtes Print-, welches Ihr bevorzugtes Onlinemagazin?
Hauszeitung NEW TOOLS mit diversen Mitherausgebern... Und was die Online-Magazine der Branche betrifft - sind diese - bei allem Respekt, politisch doch sehr eindeutig gefärbt...
Wie sieht Ihre Zielplanung für 2003 aus?
Klar und deutlich!
Wie schätzen Sie Ihren eigenen Stellenwert innerhalb der gesammten Fitnessbranche ein?
Wir sind branchenpolitisch nicht engagiert und konzentrieren uns auf die Dienstleistung für unsere Kunden. Dieser Arbeit innerhalb der Branche einen Stellenwert zu geben überlasse ich anderen... Außerdem interessiert das den einzelnen Kunden aus meiner Sicht nicht besonders!
Mit welchen Unternehmen bestehen bereits Kooperationen? Zu welchem Zweck? Wie sehen diese aus?
Wir kooperieren seit einigen Monaten mit Paul & Partner. Mit Edy Paul verbindet mich persönlich eine Freundschaft und unser gemeinsames Hobby die Segelei. Außerdem konzentriert sich jeder von uns auf seine Kerndienstleistung. Diese Philosophie hat uns übrigens auch zusammengeführt - denn jeder von uns ist Spezialist auf seinem Gebiet. Geht es z.B. um Finanzierungen, würde ich jedem Betreiber raten, zu H. Schimmelfeder zu gehen - der kennt sich damit bestens aus.
Wie lange sind Sie bereits im Geschäft und was waren, und sind, Ihre Motive/Motivationen?
Seit 1990. Die Fitness-Branche ist eine sehr lebendige, intessante, dynamische Branche, in der viel bewegt werden kann. Mich faszinieren diese Self-made-men, die als Quereinsteiger einen guten Job machen. Mit allen Vorteilen und allen Problemen... und um letzter kümmern wir uns.
Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage in der BRD?
Schwierig - und aus unserer Sicht noch nicht am Tiefstpunkt angelangt. Dabei bin ich durchaus kein Pessimist, sondern eher Realist. Was fehlt ist eine Initialzündung durch eine politische Gruppe, die der Bevölkerung klar und ehrlich eine Richtung vorgibt. Denn das Volk ist zu Reformen bereit! Jeder Monat, jedes Jahr ohne radikale Veränderungen führt uns weiter weg vom Aufschwung...
Volker Ebener, Paul Underberg, Hubert Horn, Johannes marx, Refit Kamperovic etc. können durchaus als Urgesteine der Fitnessbranche bezeichnet werden. Welche Newcomer haben Ihrer Meinung nach das Potential in die Fußstapfen dieser "Dinos" zu treten?
Wir sollten vorsichtig mit dem Begriff "DINOS" umgehen, denn die Dinosaurier sind ausgestorben, weil sie unbeflexibel waren und sich nicht an die geänderten Umweltbedingungen anpassen konnten! Alle genannten Personen dagegen bewegen viel in der Branche und machen einen guten Job...MR
     [22.05.2003]
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