

Das “Rad fahren” in der Gruppe – Cycling – ist eine beliebte Gruppentrainingsform in Fitness-Anlagen, die viele andere Trends überlebt hat.Aber auch, wenn in den Kursen in Anfänger, Fortgeschrittene und häufig auch Profis unterteilt wird, muss einem klar sein, dass selbst bei dieser Einteilung viele Teilnehmer des Studios beziehungsweise externe Interessenten nicht eingebunden werden können, da sie einfach die Anforderungen an ein „normales“ Gruppencycling nicht erfüllen.
Anzeige Sei es aufgrund des Alters, körperlicher Beeinträchtigung, Untrainiertheit oder Gleichgewichtsproblemen. Da die Bikes in der Regel in Gruppenstärke angeschafft werden und häufig auch ein separater Raum zur Verfügung gestellt werden muss, erhebt sich schon aus rein wirtschaftlichen Gründen die Frage, ob man hier nicht weiter disponieren sollte. Abgesehen von Zielgruppen, die man außer Acht lässt. Die aber durchaus in betreuten Kursen in die Fitnessanlagen eingebunden werden können. Zumal es sich in der Regel um Altersgruppen und Men- schen handelt, für die das Fahrradfahren von Kindheit an eine wohlbekannte körperliche Beanspruchung darstellt.
fitness MANAGEMENT stellt anhand der Cyclingkurse im Life Gesundheitspark Hoheneggelsen die Möglichkeiten der Erweiterungen vor. Hoheneggelsen umfasst in seinem Kerneinflussgebiet im Dreieck zwischen Hildesheim, Salzgitter und Braunschweig etwa ein Potential von 16.000 Haushalten, hat also eine eher ländliche Struktur. Seit 1998 betreibt der Physiotherapeut Joachim Peters-Kettler den Life Gesundheitspark mit eingeschlossener Physiotherapie- Praxis. Schon aufgrund seiner beruflichen Disposition liegt ihm also das Gesundheitstraining am Herzen.
Seit Jahren hat der Unternehmer zielgruppenorientierte Kurskonzepte für Herzkreislauftraining, Rückenfitness und Präventionstraining für die Best Ager ab 55 Jahren entwickelt und hierauf auch seinen Trainerstab aus Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Heilpraktikern gezielt ausgerichtet. Das Cycling wird bereits seit 1999 angeboten, man musste jedoch immer wieder feststellen, dass man das Potential nicht ausgeschöpft hat. Mehr daraus machen heißt, die Räder entsprechend umrüsten. So kam es im Februar 2006 zur Umstellung auf Sensitive Cycling: eine leicht anzubringende Modifikation durch das spezielle Lenkermodel und den „po-freundlichen“ Rehasattel.
Dreh- und Angelpunkt des Sensitive Cycling ist die bequeme und aufrechte (!) Sitzposition, die insbesondere älteren, untrainierten und in körperlicher Beanspruchung wenig geübten Menschen die Möglichkeit gibt, sich sofort sicher zu fühlen und mit dem Training zu beginnen. Auch bei schwacher Rückenmuskulatur und Rückenbeschwerden gibt es keinerlei Einschränkungen. So sind viele Teilnehmer sofort motiviert und erzielen Trainingserfolge. Ganz abgesehen davon, dass das Gruppentraining auch einfach Spaß macht.
Cheftrainerin Silke Ewe, zuständig für diesen Bereich und stellvertretende Anlagenleiterin, drückt es so aus: „Seit Jahren sind wir Kooperationspartner der Krankenkassen und der deutschen Rentenversicherung. Unsere Anlage ist seit sieben Jahren dafür bekannt, ein umfangreiches und gesundheitsorientiertes Angebot bereit zu stellen. Deshalb ist es uns so wichtig, die Menschen da abzuholen, wo sie sind, sie zu begleiten und bestmöglich zu betreuen!“
Die Studioleiterin und Helge Ludwig, Bereichsleiter Indoor Cycling: „Mit Schnupperwochen ist es uns gelungen, nicht nur die Neugier der Mitglieder zu wecken, auch aus anderen Kursen haben sich viele Interessenten spontan zum Sensitive Cycling angemeldet. Wir haben es auch ein bisschen spannend gemacht, das Event bereits Wochen vorher angekündigt und mit Anzeigen, Plakaten und einem separaten Kursplan im Studio geworben. In dieser Schnupperphase wurden dann zwei bis drei Kurse angeboten. Sie waren komplett ausgebucht.“
Spezielle Zielgruppen benötigen natürlich auch eine spezielle Betreuung. Deshalb werden die vorgebildeten Trainer in zweitägigen Grundlagenausbildungen von Physiotherapeuten geschult und im Tomahawk I.C.E. Ausbildungscenter fit gemacht für die körperlichen und physischen Bedingungen, unter denen sie die Sensitive Cycling-Teilnehmer trainieren.
Diese Gruppen sind fester Bestandteil des Kursbereiches. Darüber hinaus werden Zehner-Karten für bestimmte Zielgruppen verkauft, wie z.B. Senior aktiv, Fit und Gesund, Abnehmkurse und als Kombikurs mit der Rückengymnastik. Bestehende Mitglieder werden so gehalten, neue Zielgruppen über Zehnerkarten für externe Kunden geworben. Zusätzliche Einnahmequellen bestehen durch den Verkauf von Pulsuhren mit Brustgurt, sodass alles kontrolliert abläuft und für die Teilnehmer sehr gut nachvollziehbar ist.
![]() Helge Ludwig und Silke Ewe leiten die erfolgreichen Sensitive Cycling Kurse im Life Gesundheitspark Der Life Gesundheitspark hat dreizehn Fahrräder mit Umstellmöglichkeiten. Der Monatsbeitrag für Geräte, Kurse und Sauna liegt bei sieben Monaten bei EUR 74,99. Schließt der Kunde für zwölf Monate ab, bezahlt er EUR 59,99 / Monat. Die Sensitive Kurse werden für Externe mit EUR 89,- berechnet. Neben der Erschließung von neuen Zielgruppen ist der Cardiobereich auf der Trainingsfläche durch die Kurse entlastet, und ein Trainer ist in der Lage, gleichzeitig dreizehn Mitglieder kontrolliert im Gerätebereich zu betreuen. Entscheidend aber ist, die Kunden dort abzuholen, wo sie sich befinden. Und das ist offensichtlich gelungen, denn die Teilnehmer äußern sich wie folgt:
Quelle: fMi 5/2006 die Unterartikel »Zur Person |