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Millionenmarkt und Deutschlands größter Arbeitgeber
Der Freizeitkonsum der Deutschen!

Ob WM oder Formel 1, Festspiel oder Fitness- Studio, Fernsehen zu Hause oder Urlaubsreise in die Ferne: Tourismus, Medien, Kultur, Sport und Entertainment sind ein Millionenmarkt geworden und ziehen Millionen Menschen in ihren Bann. Seit über vier Jahrzehnten zählt die Freizeitwirtschaft zu den stabilsten Wachstumsbranchen.
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„Der Freizeitwirtschaft kommt die Rolle einer Leitökonomie zu. Ihre Wachstumsraten liegen weit über der Gesamtwirtschaft. Die Freizeitwirtschaft wird daher auch die Lokomotive sein, die die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts antreibt“, erklärt Professor Dr. Horst W. Opaschowski, der Wissenschaftliche Leiter des BAT Instituts.
Die Freizeitwirtschaft ist Deutschlands größter Arbeitgeber.Weit über sechs Millionen Menschen sind in den einzelnen Freizeitsektoren beschäftigt. Jeder sechste Beschäftigte in Deutschland arbeitet für die Freizeit. Mit steigender Tendenz. Insbesondere für Existenzgründer wird die Freizeitwirtschaft immer attraktiver. Die Branche bietet Zukunftschancen für neue Selbstständigkeiten. – von der Eventagentur bis zum Reisebüro, von der Kunstgalerie über das Fitnesscenter bis hin zu Dienstleistungen und Veranstaltungen im Unterhaltungssektor. Vom „Unternehmen Freizeit“ profitieren immer mehr. Aus einem Wirtschaftsfaktor wird ein Wachstumsmarkt.

Das Erfolgsgeheimnis des Wachstumsmarkts Freizeitwirtschaft führen die Wissenschaftler des BAT Instituts auf den wachsenden Wunsch der Menschen nach Lebensqualität und einem besseren Leben zurück. Ein auf Mobilität und Aktivität, Geselligkeit und Lebensfreude ausgerichtetes Freizeitverständnis lässt den Konsum als Teil einer Erlebnisökonomie erscheinen, die auf Steigerung angelegt ist. Zum Freizeitkonsum gehört immer beides: Zeit und Geld.Wer weniger Geld hat, investiert mehr Zeit. Und wer kaum Zeit hat, gibt dafür mehr Geld aus. Je nach Einkommens-, Sozial- oder Altersgruppe lässt der Freizeitmarkt beliebige Individualisierungen zu.
Nur etwa jeder dritte Haushalt mit einem Nettoeinkommen unter 1.750 Euro hat innerhalb eines Jahres Geld für Theater, Oper oder Konzert ausgeben können. Bei den Haushalten mit einem Nettoeinkommen über 2.000 Euro war es hingegen jeder zweite Haushalt. Ähnliche Ungleichheiten finden sich beim Kinobesuch, bei Weiterbildungskursen, beim Kurzurlaub oder bei Sport- und Wellnessangeboten.
Quelle: fMi, 6/2006
[ LP ]
     [11.02.2007]
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