

Perspektiven für die Zukunft.In den vergangenen zwei Monaten habe ich über 20 Fitnessanlagen mit annähernd 100 Arztpraxen vernetzt. Die Ärzte sind ohne Ausnahme begeistert von der Kooperationsidee und fühlen sich in der Mehrzahl durchaus in der Lage, 5 bis 10 Patienten monatlich in den Fitnessclub zu empfehlen. Dabei schickt der Arzt diejenigen seiner Patienten in den Fitnessclub, denen er Fitnesstraining, eine gesündere Ernährung und aktive Entspannungsmaßnahmen als die beste Medizin empfehlen kann. Nach Aussage vieler Ärzte trifft das für mehr als 2/3 ihrer Patienten zu. Für die Patienten ist die Empfehlung des Arztes zu präventivem Fitnesstraining häufig sicher die bessere Entscheidung als Medikamente einzunehmen. Innerhalb des anschließenden Präventionstrainings seiner Patienten übernimmt der Arzt während der gesamten Trainingsdauer die therapeutische Begleitung des Trainings, die er als IGEL-Leistungen abrechnet.
Anzeige Es ist politisch gewollt, dass die Ärzte in der Öffentlichkeit zum Thema Prävention Stellung beziehen. Der gemeinsame, öffentliche Auftritt von Fitnessclub und kooperierenden Ärzten findet innerhalb der von mir gegründeten „Präventionsnetzwerke“ unter anderem durch mein Buch „Trainieren im Sportstudio“ statt. In Spezialauflagen hat der Fitnessclub ein eigenes Kapitel zur Vorstellung seines Betriebes. Außerdem enthält jede Spezialauflage ein Kapitel „Prävention im Fitnessclub“, in dem die kooperierenden Ärzte zum Thema „Prävention“ schreiben. Dazu ein Beispiel: „Trainiere erfolgreich im Dynamic Fitnessclub Euskirchen“. In diesem Buch schreiben die Euskirchener Ärzte das Kapitel „Prävention im Fitnessclub Dynamic“. Mit dem gemeinsamen Buch erzielt das Dynamic mit seinen kooperierenden Ärzten einen festen Schulterschluss und viel Aufmerksamkeit am Ort. (Wenn Sie sich dieses Ärzte-Kapitel ansehen wollen, schauen Sie bitte auf www.bredenkamp. de unter „Aktuelles“.)
Ein weiteres Instrument für den gemeinsamen Öffentlichkeitsauftritt und die Dokumentation der Ergebnisse ist ein elektronisches Trainings- und Ernährungstagebuch, in dem die vom Arzt überwiesenen Patienten ihre Leistungsverbesserungen protokollieren. Die Erfassung der Daten in einem internetgestützten Trainingstagebuch ermöglicht die Auswertung und Dokumentation der Patientendaten durch das Institut für Sportmedizin der Universitätskliniken Münster. Die Ergebnisse werden in attraktiven Balkendiagrammen auf großen Postern dargestellt, auf denen auch die kooperierenden Ärzte und der Fitnessclub erscheinen. Die Plakate werden aufgehängt in Betrieben, Schulen,Apotheken und natürlich in den Wartezimmern der teilnehmenden Ärzte. Zu dem elektronischen Trainings- und Ernährungstagebuch erhält der Fitnessclub eine werbewirksame, 16 Seiten umfassende Broschüre: „Das Dynamic Trainings- und Ernährungstagebuch.Auf der Rückseite stehen die kooperierenden Ärzte mit ihren Aussagen zur Prävention. Die Ärzte verteilen die Broschüren mit der Empfehlung an ihre Patienten, im Fitnessclub an dem „Einführungskurs in das Fitnesstraining“ teilzunehmen. Der „Trainerkonzept-Einführungskurs in das Fitnesstraining“ kann über den § 20 mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Nach dem Besuch des Kurses ist es der Entscheidung des Patienten überlassen, ob er in dem Fitnessclub Mitglied werden möchte.
![]() Der Autor und Professorin Elke Zimmermann Fitnessclubs sind die prädestinierten Dienstleistungsunternehmen in der Prävention, eines der bedeutendsten volkswirtschaftlichen Ziele dieses Jahrhunderts. Inhaber-geführte Fitnesseinrichtungen, die sich hier positionieren, machen den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung.Davon ist auch Frau Professor Zimmermann von der Abteilung für Sportwissenschaften an der Universität Bielefeld überzeugt. Deshalb wird es ab 2007 einen neuen Studiengang Master Prävention und Intervention geben, der folgenden Aufbau hat:
1. Es wird speziell für die Bedürfnisse der neuen Präventionsnetzwerke geforscht, und zwar in den klassischen Disziplinen Anatomie, Physiologie, Biochemie, Psychologie, Biomechanik, Pädagogik, Trainingslehre und Sportmedizin.
2. Die Ergebnisse der Forschung fließen in die Lehrveranstaltungen ein.
3. Forschung und Lehre des Studiengangs bilden den wissenschaftlichen Hintergrund für das internetbasierte Trainerkonzept-Arbeitsprozesshandbuch, in dem alle Arbeitsbereiche der Präventionsnetzwerke beschrieben werden. Die Arbeitsprozesse werden zentral gepflegt und stehen über Internet allen angeschlossenen Netzwerken zur Verfügung.
4. Der Master Prävention und Intervention wird innerhalb der Präventionsnetzwerke mit den Ärzten, Schulen und Betrieben kooperieren und das Präventionstraining in den Fitnessanlagen leiten und organisieren.Als Grundlage seiner Arbeit steht ihm das internetgestützte Arbeitsprozesshandbuch seiner Universität ständig zur Verfügung. Bei Fragen hat er die Möglichkeit, sich an die Abteilung Sportwissenschaften der Universität Bielefeld zu wenden. Hier wird zu diesem Thema die erforderliche Forschung betrieben, in den Lehrveranstaltungen gelehrt, in den Masterarbeiten wissenschaftlich erarbeitet und im Arbeitsprozesshandbuch beschrieben. Damit wird zum Thema Prävention der Kreis zwischen Forschung und Praxis geschlossen.
Für die beteiligten Fitnessanlagen ergibt sich eine transparente, nachweisbare Qualität ihrer Arbeit. Mit dem Master Prävention und Intervention erhalten sie zudem einen Spezialisten, der in der Lage ist, diese Arbeitsprozesse auf hohem Niveau umzusetzen.
Wenn Sie ein Kooperationsgespräch mit Ärzten in Ihrem Fitnessclub mit meiner Unterstützung durchführen möchten, dann wenden Sie sich bitte an andreas@bredenkamp.de und vereinbaren Sie einen Termin mit mir Quelle: Andreas Bredenkamp, fMi 6/2006 [ LS ] |