

Über Zielgruppen in die Zukunft.Werner Kieser, Begründer des Franchisesystems Kieser Training über den deutschsprachigen Fitnessmarkt und Chancen von Ostmitteleuropa.
Anzeige Was antworten Sie Ihren Kritikern, die sagen, dass Gesundheit nicht nur aus Rücken besteht? Dass sie sich erst mal mit Kieser Training befassen sollen. Denn das Trainingsprogramm ist so zusammengestellt, dass der gesamte Körper ausgewogen gekräftigt wird. Aber wir fangen bei der Wirbelsäule an, weil hier das Hauptproblem des Bewegungsapparates liegt.Wer chronisch unter Rückenschmerzen leidet, ist buchstäblich ein gebrochener Mensch. Deshalb hat der Rücken Priorität.
Warum sind die Kriterien für Ihre Franchisenehmer „so hart“? Unsere Kriterien für Franchisenehmer entsprechen den internationalen Usanzen für Franchisesysteme. Ein Franchisesystem steht und fällt mit der Konsequenz, mit dem die Standards durchgesetzt werden. Die Kriterien sind somit im Interesse des Franchisenehmers.
Was kann die Branche von Kieser Training in Zukunft erwarten? Kieser Training wird weiter international expandieren. 2005 haben wir den Masterfranchisevertrag für Australien und Neuseeland unterzeichnet, 2006 für Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien und Kroatien. Anfang letzten Jahres haben wir den Masterfranchisevertrag für Spanien unterzeichnet. Der erste Trainingsbetrieb soll hier in Barcelona eröffnet werden. Die Trainingsprinzipien von Kieser Training werden sich weiter durchsetzen. Unsere interne Ausbildungsstelle (ADOK) in Köln wird zudem öffentliche Kurse anbieten.
Kann man mit Gesundheitstraining auch in Ostmitteleuropa punkten? Wir gehen davon aus. Ostmitteleuropa ist eine interessante, aufstrebende Region. Diese Märkte befinden sich im Aufbau. Die Situation ist in etwa vergleichbar mit jener von Westeuropa in den achtziger Jahren.
Welche Perspektive sehen Sie für den Fitnessund Gesundheitsmarkt? Die Zukunft liegt eher in zielgruppenspezifischen Angeboten als in neuen “Trends” oder Moden.
Werden in Zukunft mehr Menschen mehr Geld für ihre Gesundheit ausgeben? Das ist anzunehmen, denn die Kostenträger sind nicht wirklich interessiert an einer nachhaltigen Prävention, denn ihr “Kuchen” soll nicht kleiner werden.
Haben nur noch günstige und gesunde Angebote eine Chance? Nein. Aber gesunde Angebote haben aufgrund der demographischen Entwicklung erfolgreiche Zukunftsperspektiven.
Wo liegen die Unterschiede zwischen dem deutschen, Schweizer und österreichischen Fitness- und Gesundheitsmarkt? Der Schweizer Markt ist auf hohem Niveau relativ stabil. Österreich ist ähnlich wie die Schweiz. In Deutschland ist der Endverbraucher zurückhaltender mit Geldausgaben.
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